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Historisches Museum der Stadt Luxemburg, Luxemburg

Informationen zum Museum

Das 1996 eröffnete Museum inmitten der Luxemburger Altstadt zeigt eine Dauerausstellung zur Stadtgeschichte sowie regelmäßige Sonderausstellungen. Ein Panoramalift erlaubt es dem Besucher, die verschiedenen Schichten der Stadtentwicklung aus spektakulären Perspektiven zu erleben.

Adresse:

Historisches Museum der Stadt Luxemburg
14, rue du Saint-Esprit
L-1475 Luxemburg
www.mhvl.lu
 
Tel.: +352 4796-4500
Fax: +352 47 17 07
mhvl@2musees.vdl.lu

Öffnungszeiten:

Dienstag-Sonntag 10:00-18:00
Donnerstag 10:00-20:00
Montags geschlossen

Besondere Öffnungszeiten:

An Feiertagen auch montags geöffnet.

Besondere Schließzeiten:

Am 1.1., 1.11. und 25.12. bleibt das Museum geschlossen.

Eintritt:

Erwachsene: 5 €
Ermäßigt: 3 €
Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren: Eintritt frei Studenten bis 26 Jahre: Eintritt frei

Anmeldung für Führungen:

Tel. Anmeldung: +352 4796-4500
Anmeldung per E-Mail: visites@2musees.vdl.lu

Verkehrsverbindungen:

Buslinien: 9, 14 (Halt "Um Bock"), 20 (Halt "Gruef")
Auto: Parkhäuser "Saint-Esprit" oder "Knuedler"
Leihfahrräder "Vel'oh": bis Station "Knuedler"

Aktuelle Ausstellung

Zeichen

Sprache ohne Worte

13. Mai 2015 - 3. Januar 2016

Die Ausstellung geht der „wortlosen“ Sprache der Zeichen und ihren Botschaften, aber auch den ihnen innewohnenden Missverständnissen auf den Grund. Sie beleuchtet mit rund 600 Fotografien, interaktiven Stationen, Medieninstallationen und Objekten die Bedeutung nonverbaler Kommunikation in der Gesellschaft.

Schon von Geburt an gehören zu Frauen und Männern jeweils spezifische, zeichenhafte Attribute: rosa und blau, später hohe Absätze und Krawatten. Uniformen schreiben Rollen zu, und der „Chefsessel“ ist breiter als der Stuhl des Mitarbeiters. Rocker tragen „Kutten“ als Zeichen ihrer Mitgliedschaft in einer Gruppe, Tattoos hingegen sollen dem Körper Individualität verleihen. Farben können warnen oder verführen. Herzen in Baumrinden und Vorhängeschlösser an Brückengeländern werden zu Zeichen ewiger Liebe.

Religionen bedienen sich seit jeher fester Zeichensysteme wie Gebetshaltungen oder Segnungsgesten. Doch sind auch manche Zeichensprachen mit der Zeit verschwunden. So widmet sich die Ausstellung der galanten Konversation vornehmer Damen des 18. und 19. Jahrhunderts mit Hilfe ihrer Fächer.

Die Schau hilft dabei, Zeichen entziffern zu lernen, z.B. in der Politik, wo mittels Kleidung und Körpersprache eine kalkulierte Außenwirkung in der Medienpräsenz erzielt wird. Politischer Protest greift ebenfalls auf starke, eingängige Symbole zurück: vom „Peace“-Zeichen der Friedensbewegung zu den Guy-Fawkes-Masken von Anonymous und Occupy. Und die Street Art hat ganz eigene graphische und bildliche Zeichen entwickelt, die oft nur von Eingeweihten verstanden werden.

Bedeutungen von Zeichen variieren jedoch je nach kulturellem und zeitlichem Kontext. So kann das gleiche Handzeichen in einem Land Zustimmung, in einem anderen eine schwere Beleidigung meinen. Traditionelle Symbole können ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren und beispielsweise zu Modeaccessoires werden.

Ein Dokumentationsraum sowie ein eigener kleiner Kinosaal bereichern den unterhaltsamen und informativen Rundgang durch die Ausstellung.

Eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland