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Focke-Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Bremen

Informationen zum Museum

Das Focke-Museum bietet einen umfangreichen Einblick in über 1200 Jahre Bremer Geschichte. Zum Museum gehören neben dem modernen Haupthaus und dem innovativen Schaumagazin auch vier historische Gebäude, die in einem großzügigen Park liegen.

Adresse:

Focke-Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Schwachhauser Heerstraße 240
28213 Bremen
www.focke-museum.de
 
Tel.: +49(0)421-699 600-0
Fax: +49(0)421-699 600-66
post@focke-museum.de

Öffnungszeiten:

Dienstag 10:00-21:00
Montags geschlossen
Mittwoch-Sonntag 10:00-17:00

Besondere Öffnungszeiten:

Sonderregelungen an den Feiertagen, siehe www.focke-museum.de.

Eintritt:

Erwachsene: 5 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: 2 €
Ermäßigt: 3 €
Familien: 7 €
Öffentliche Führung: 7 €

Anmeldung für Führungen:

Frau Maike Streeb
Tel. Anmeldung: +49(0)421-699 600-61
Anmeldung per E-Mail: anmeldung@focke-museum.de
Hinweis: montags, dienstags, donnerstags, freitags: 09:00-12:00 Uhr; mittwochs: 14:00-16:00 Uhr

Verkehrsverbindungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Straßenbahnlinien 4 und 5; Haltestelle Focke-Museum.

Mit dem PKW:
A1 bis Bremer Kreuz – dann A27, Richtung Bremerhaven – Abfahrt Bremen-Vahr in Richtung Innenstadt – Autobahnzubringer 500 Meter folgen – rechts in die Bürgermeister Spitta-Allee – am Ende der Straße links in die Schwachhauser Heerstraße – nach ca. 500 Metern führt rechts die Straße ""Unter den Eichen"" zum Focke-Museum

Aktuelle Ausstellung

Graben für Germanien.

Archäologie unterm Hakenkreuz

10.03.2013 - 08.09.2013

Mit dem Begriff „Germanien“ verbinden sich ganz unterschiedliche Vorstellungen und Assoziationen. Dabei gab es kein Volk, das sich selbst Germanen nannte oder seine Heimat als Germanien titulierte. Dieser einst von den Römern erfundene Oberbegriff für die auf der rechten Rheinseite lebende Bevölkerung erlebte über die Zeit hinweg verschiedene ideologische Aufladungen. Während des Nationalsozialismus arbeiteten Archäologen der Politik selbstständig zu und lieferten angebliche Belege für die germanische Hochkultur und ihr großes Siedlungsgebiet. Damit wollte das NS-Regime die eigene Überlegenheit beweisen und Besitzansprüche auf Territorien in den Nachbarländern legitimieren.

Die Ausstellung deckt die enge Verzahnung von Archäologie und Politik im Dritten Reich auf und zeigt, wie Ausgrabungsfunde der medialen Propaganda dienten. Zeitschriften, Bücher, Schulwandbilder, Sammelbilder, Filme und Radiosendungen belegen, wie das ideologisch geprägte Germanienbild während des Nationalsozialismus zum Allgemeinwissen mutierte. Ein Bild, das sich so verfestigte, dass der Spuk auch nach 1945 seine Fortsetzung fand. Die Ausstellung legt dar, wie diese falschen Vorstellungen bis heute in der rechten Szene weiter propagiert werden.

Die Sonderausstellung wird von der Kulturstiftung des Bundes mit 150.000 Euro gefördert und stützt sich auf neueste Forschungsergebnisse, die seit 2010 im Rahmen des Projektes „Vorgeschichtsforschung in Bremen unterm Hakenkreuz“ erarbeitet werden. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Forschungsvorhaben in ihrer Förderinitiative „Forschung in Museen“ mit rund 265.000 Euro. Das Forschungsprojekt wird vom Focke-Museum in Kooperation mit der Bremer Landesarchäologie und dem Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen durchgeführt.