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Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig

Informationen zum Museum

Das Braunschweigische Landesmuseum wurde 1891 gegründet. Es dokumentiert an vier Standorten die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Braunschweig und des Landes Braunschweig von den ur- und frühgeschichtlichen Anfängen bis in die jüngere Gegenwart.

Adresse:

Braunschweigisches Landesmuseum
Burgplatz 1
38100 Braunschweig
www.3landesmuseen.de
 
Tel.: +49 (0)531 / 1215-0
Fax: +49 (0)531 / 1215-2607
info.blm@3landesmuseen.de

Zusatzadresse:

BLM Ausstellungszentrum Hinter Aegidien
Jüdisches Museum - Historische Klosterräume aus dem 12. Jahrhundert
Hinter Aegidien
38100 Braunschweig
www.3landesmuseen.de

Öffnungszeiten:

Dienstag-Sonntag 10:00 - 17:00

Besondere Öffnungszeiten:

jeden 1. Dienstag im Monat, 10:00 - 20:00

Besondere Schließzeiten:

Neujahr, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester geschlossen

Eintritt:

Erwachsene: 4 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: 2 €
Ermäßigt: 3 €
Sonderausstellungen: Erwachsener: 9 €, ermäßigt: 7 €, Kinder (6-17): 4 €
Kinder bis 5 Jahre: 0 €

Anmeldung für Führungen:

Tel. Anmeldung: +49 (0)531 / 1225-2424
Anmeldung per E-Mail: buchung.blm@3landesmuseen.de

Verkehrsverbindungen:

Vom Hbf Braunschweig: Straßenbahn M1 und M2 bis Rathaus, dann Fußweg ca. 5 Minuten

Bildnachweis:

Fotos: BLM

Aktuelle Ausstellung

Im Aufbruch

Reformation 1517-1617

07.05.2017-19.11.2017
1) Haupthaus am Burgplatz, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig; 2) St. Ulrici-Brüdern, Eingang Schützenstraße, 38100 Braunschweig; 3) Braunschweigisches Landesmuseum Hinter Aegidien, Hinter Aegidien, 38100 Braunschweig

ZEIT FÜR DEN AUFBRUCH!
Vor 500 Jahren kam die Welt ins Wanken. Die Erfindung des Buchdrucks beschleunigte die Verbreitung von Neuigkeiten und Ideen. Christoph Kolumbus entdeckte eine neue Welt. Der Humanismus revolutionierte den Blick auf die eigene Persönlichkeit. Kopernikus verrückte die Erde. Und in Wittenberg forderte ein unbekannter Mönch namens Martin Luther den Papst heraus.

Die Angst vor dem Jenseits bedeutete Hochkonjunktur für all diejenigen, die Erlösung für das Seelenheil feilboten. Der Ablasshandel florierte, der Reliquienkult machte Kirche und Händler reich. Mit seinen 95 Thesen stellte Luther klar: Rabatte aufs Fegefeuer kann man nicht kaufen. Und traf damit den Nerv der Zeit.

Warum fiel gerade zu dieser Zeit die Idee einer Reformation auf fruchtbaren Boden? Wie gingen die römisch-katholische Kirche, der Kaiser und die Fürsten mit den neuen Ansichten um? Wer war begeistert vom Aufbruch, wer verzweifelte daran? Reformen waren mühsam, brauchten Zeit und forderten Opfer.

Das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie Abt Jerusalem in Braunschweig zeichnen in der Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“, die in Kooperation mit den Evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannovers und in Braunschweig entstand, die ersten 100 Jahre der Reformation in Niedersachsen nach.

Startpunkt der Zeitreise in sechs Kapiteln ist ein Blick auf die turbulente Zeit um 1500: die Angst vor dem Jüngsten Gericht und die Hoffnung auf Erlösung, die Wiederentdeckung der Antike und die Begeisterung für die Wunder der neuen
Welt. Die Besucher erleben, wie Luthers Ideen die Zeitgenossen herausforderten. Wie Machtkalkül und Glaubenszweifel die politische Landkarte umgestalteten. Wie die Fürsten die Reformation „von oben“ durchsetzten, und schließlich, wie der neue Glauben den Alltag der Menschen veränderte.

Rund 550 Objekte aus eigenen Sammlungen sowie zahlreiche Leihgaben aus internationalen Sammlungen, Museen sowie aus niedersächsischen Kirchengemeinden präsentieren ein Panorama des Aufbruchs.

EINE AUSSTELLUNG – DREI STANDORTE
Neben der Hauptausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum
am Burgplatz stehen zwei Originalschauplätze der Braunschweiger Stadtreformation im Fokus:

Im Klostergebäude St. Aegidien können Besucherinnen und Besucher den Benediktinermönch Gottschalk Kruse kennenlernen. Er gehörte zu den ersten, die in Braunschweig die reformatorische Idee verbreiteten. Mit seinen Predigten zog er hunderte Neugierige in seinen Bann – und den Zorn des katholischen Herzogs auf sich. Kruse floh außer Landes nach Celle. Dort wirkte er an der Einführung der Reformation im Fürstentum Braunschweig-Lüneburg mit.

In St. Ulrici-Brüdern erwartet den Besucher Johannes Bugenhagen, Freund und Wegbegleiter Martin Luthers. Vom Stadtrat berufen, schuf er in nur vier Monaten eine völlig neue Grundlage für das Braunschweiger Kirchenwesen. Was
dann folgte, lässt sich heute noch exemplarisch an der erhaltenen Ausstattung der Kirche nachvollziehen, die erstmals wieder am historischen Ort zusammengeführt wird.